Crème-Fraîche-Sorbet mit Limette und Algen-Kaviar

Crème-Fraîche-Sorbet

Test für’s Fest, Volume 3. Säuerliche Sorbets als erfrischende Zwischengänge in einem längeren Menü sind manchen zu viel Chichi und manchen ein Muss. Ich befinde mich irgendwo dazwischen – zu Weihnachten finde ich sie aber geradezu perfekt. Da werden die Gänge ja meist doch ein bisschen gehaltvoller, cremig, herzhafter mit Maronen und Pilzen und Knödeln und was weiß ich noch allem. Da kann so ein kleiner Twist zwischendurch dem Durchhaltevermögen bis zum süßen Ende ganz gut aufhelfen. Da ich noch keinen vegetarischen Kaviar in den anderen Gängen meines Weihnachtsmenüs untergebracht habe (den ich momentan irgendwie schick finde) und das zur klassischen Sorbet-Zutat Zitrusfrucht gut passt, wird es also nun diesen kleinen Hingucker geben, der mit Crème Fraîche nicht nur runder, sondern auch weißer wird. Mit den schwarzen Kügelchen zusammen ist das irgendwie total 80er. Bin gespannt, was meine Familie dazu sagen wird ;-).
 

Zutaten

Für sechs Personen:

200 g Crème Fraîche
2 gestr. TL Zucker
100 ml Limettensaft (von 2-3 Limetten)
Schale von 2 Limetten (unbehandelt)
6 TL vegetarischer Algen-Kaviar
1/2 TL grobes Meersalz
6 kleine hübsche Gläser
 

Zubereitung

Von den Limetten vor dem Entsaften ein paar dekorative lange Zesten abreißen, den Rest der Schale dünn abschälen und mit einem scharfen Messer in feine Julienne schneiden. Limetten auspressen. Zucker, Limettensaft und die Limettenschalen-Juliennes aufkochen und 5 Minuten in einem sehr kleinen Töpfchen leise köcheln lassen. Abkühlen lassen, gründlich mit einem Schneebesen unter die Crème Fraîche rühren und die Massen in ein weites Gefäß geben. Für insgesamt ca. 3 Stunden in das Tiefkühlfach stellen, dabei alle 1/2 Stünde gründlich mit einem Löffel durchrühren. Das Ganze soll am Ende „cremig“-crunchig sein. Die langen Limettenzesten mit kochendem Wasser übergießen und 5 Minuten darin ziehen lassen. Abgießen und auf Haushaltspapier abtropfen lassen. Vor dem Servieren das Salz unter das Sorbet ziehen – so ist es hinterher als Peak auf der Zunge schmeckbar, ohne dass das Sorbet eine homogene Salznote bekommt. Die Masse auf die Gläser verteilen, mit je einem TL Algen-Kaviar krönen und mit den Zesten dekorieren.

Ich habe ziemlich herumexperimentiert mit dem Verhältnis von Zucker und Salz, damit das Sorbet nicht zu sauer wird und der Kaviar sich aber geschmacklich dazu gut anfühlt. Der sollte recht mild und nicht zu salzig sein, sonst zieht es einem die Schuhe aus ;-). Glückt aber der Versuch, ist dieses Sorbet ein Hingucker und -schmecker. Ich bin total gespannt, was meine Familie dazu sagen wird – und was ihr davon haltet natürlich auch!
 

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